Strato adé – Warum Strato für mich gestorben ist

Seit dem Start dieser Webseite vor ca. zwei Jahren habe ich sie bei Strato gehostet. Anfangs war ich – wohl auch bedingt dadurch, dass ich es für normal gehalten habe – zufrieden, doch so nach und nach habe ich mich immer mehr über die äußerst schlechte Performance geärgert. Zuerst habe ich einfach damit gelebt, da mein Blog ja nun doch eher unbekannt ist, daher kommt es nicht auf das letzte Bisschen Geschwindigkeit an, aber für mich selbst war das einfach unbefriedigend. Ich hatte auch mein Theme im Verdacht, doch nach gewissen Tests konnte ich das ausschließen.

Daraufhin habe ich Strato angeschrieben und mich über die schlechte Performance beschwert, worauf als Antwort kam, dass nach eigenen Tests auf pagespeed.de die Anbindung perfekt sei. Darauf habe ich es erstmal beruhen lassen, doch geärgert habe ich mich nach wie vor. Dann habe ich in der c’t 20/2016 zufällig einen Test diverser Hoster gelesen und auch dort kam man zum Ergebnis, dass Strato die schlechteste WordPress-Performance aller Hoster bietet. Und ich habe den von Strato selbst erwähnten Test bei www.pagespeed.de auf meine Domain durchgeführt und kam auf einen Wert von 46/100 Punkten! Von wegen „perfekt“!

Also habe ich Strato erneut angeschrieben und auf meinen eigenen Test und auch auf den Test der c’t hingewiesen. Die Antwort waren lediglich Floskeln und typische Tipps – und die Empfehlung, einen richtigen Server bei denen zu mieten. Für mich eine Provokation! Statt das eine Produkt zu reparieren, soll der Kunde ein teureres Paket buchen! Auf meine erneute Antwort kam dann nur noch quasi zurück, dass Strato nicht helfen könne und wolle. Man könne nicht dafür sorgen, dass alles bei jedem super läuft – salopp gesagt. Den gesamten Mailverkehr habe ich hier mal hinter einem Spoiler versteckt, bei Interesse könnt ihr es gerne nachlesen.

Damit war das Thema Strato für mich erledigt. Ich wollte nur noch den Ablauf des Vertrages abwarten und kündigen.

Strato kündigt mir von sich aus

Aber auch da hat Strato sich etwas seltsam verhalten. In diesem Fall aber zu meinem Glück. Ich ging nämlich irgendwie davon aus, dass mein Vertrag bis Ende Oktober laufen würde und wollte entsprechend Mitte September kündigen. Und da ich noch eine Frage wegen des Domainumzugs hatte, habe Strato nochmal angeschrieben. „Ich werde kündigen und habe da noch eine Frage …“ Als Antwort kam direkt eine Kündigungsbestätigung. Da war ich sehr überrascht, da ich noch gar keine Kündigung formuliert hatte, sondern nur meine Absicht kundgetan hatte. Aber das war wie gesagt zu meinem Glück, denn mein Tarif endete schon zwei Tage später. Da hat Strato also aus Kulanz von sich aus direkt gekündigt. Das war schon cool. Nur musste ich dann schnell alles sichern, was aber natürlich machbar war.

Neues Hosting übernimmt mein Bruder

Eigentlich wollte ich zu einem anderen Hoster wechseln, doch dann bot sich mein Bruder an, dass ich die Seite bei ihm hoste. Er ist selbst Webentwickler und hatte sich schon länger einen eigenen Virtual Server bei Arubacloud gemietet – mit Serverstandort Deutschland. Er bot sich an, das Hosting meiner Webseite zu übernehmen – kostenlos! Ich war zwar sein erster „Kunde“, aber da er in sowas ziemlich gut ist und ich ja auch nichts zu verlieren hatte, haben wir den Versuch gestartet. Er hat alles notwendige auf dem Server eingerichtet und ich habe dann den Umzug der Seite vorgenommen. Und siehe da, alles hat auf Anhieb funktioniert und vor allem – alles läuft seitdem wesentlich schneller!

Da ich auch mit der reinen Domain umgezogen bin – die beziehe ich jetzt über hosteurope, da es dort günstiger ist – bin ich also komplett weg von Strato. Dass etwas mal nicht so läuft wie gewünscht, ist ja normal. Aber die Art und Weise mit der ich bei Strato abgewimmelt wurde, fand ich dann doch daneben. Da gebe ich mein Geld lieber einer anderen Firma – oder spare es mir einfach.

2017-12-08T10:31:51+00:00 12. Oktober 2017|Keine Kommentare