Unitymedia Treueplus – Bonus für Bestandskunden!?

Bestandskunden werden in der Regel stiefmütterlich behandelt. Die sind ja schon Kunde, warum also noch gute Angebote machen? Neukunden mit Rabatten und Aktionen zu gewinnen, ist doch viel wichtiger …

Angebot Unitymedia Treueplus 2play 200

Umso erstaunter war ich, als ich Ende November einen Anruf von Unitymedia bekam. Ich sei ja schon lange treuer Kunde und man wolle mir einen Bonus für meine Treue anbieten. Bis dahin hatte ich 2play COMFORT 120 – also 120 Mbit/s Down- und 6 Mbit/s Upload – und man wolle mir für den gleichen Preis von 34,99 € monatlich jetzt 200 bzw. 10 Mbit/s anbieten. Der einzige Haken wäre, dass die Vertragslaufzeit von zwei Jahren neu starten würde. Ich müsse mich auch nicht sofort entscheiden, sondern würde in ein paar Tagen nochmal angerufen. Das habe ich angenommen, um darüber nachzudenken.

Das habe ich auch. Online geschaut, ob es denn wirklich ein Treuebonus ist, oder ob es den Tarif auch so gibt. Tatsächlich konnte ich den Tarif auf der Webseite gar nicht finden. Es gab und gibt nach wie vor nur 2play JUMP 150 zu dem Preis. Das war also wirklich mal etwas, was Neukunden in der Form so nicht bekommen konnten, also ein echter Treuebonus.

Im Grunde reichen 120 Mbit/s natürlich, aber warum nicht für den gleichen Preis mehr bekommen? Und gerade ein bisschen mehr Upload kann heutzutage nicht schaden.

Also habe ich zugestimmt und den Tarifwechsel vornehmen lassen. Zum 01.12.2017 wurde der neue Tarif geschaltet.

unitymedia treueplus

Unitymedia Treueplus 200

Neue Hardware – ConnectBox

Leider musste in diesem Zusammenhang die Hardware getauscht werden. Ich hatte immer noch ein reines Cisco-Kabelmodem, wo ich eine FritzBox als Router angeschlossen hatte, jetzt aber musste ich auf die Unitymedia ConnectBox umsteigen. Und über die gibt es online eigentlich nicht viel Positives zu lesen. Es ist zwar Modem und Router in einem und würde mir im Grunde die FritzBox ersparen, aber es gibt halt kaum Konfigurationsmöglichkeiten. Und die ConnectBox als reines Modem zu betreiben, ist wohl nicht möglich. Die bisherige Lösung mit dem Cisco-Modem hat immer einwandfrei funktioniert, aber angeblich konnte das Gerät nicht mit der Bandbreite umgehen.

Da das alte Gerät von Unitymedia auch gleich gesperrt wurde, blieb mir nichts anderes übrig, als die ConnectBox anzuschließen. Nach ein paar kleinen Startschwierigkeiten hatte ich die aber recht schnell konfiguriert und das Internet lief einwandfrei.

Speedtests

Ich habe natürlich direkt Speedtests gemacht, um zu schauen, ob von der höheren Bandbreite auch wirklich alles ankommt. Und siehe da, ich wurde nicht enttäuscht. Wie bisher auch, ist die tatsächliche Bandbreite zumindest im Downstream sogar höher als versprochen. Aber seht selbst, hier ein paar Tests bei diversen Diensten:

Speedtest von Unitymedia

Speedtest bei Speedtest.net

Speedtest bei wieistmeineip.de

WLAN-Reichweite nicht optimal

Wie ich bereits schrieb, war ich eigentlich wenig angetan, die ConnectBox als Modem zu nutzen, habe es aber probiert. Das Internet an sich funktionierte an allen angeschlossenen Geräte natürlich einwandfrei, allerdings hat mich der WLAN-Empfang nicht überzeugt. Vorher hatte ich auch schon einen Repeater von AVM im Einsatz, um das FritzBox-Signal zu verstärken, aber es wollte partout nicht klappen, den Repeater mit der ConnectBox zu verbinden.

FritzBox als Router – und es geht doch!

Da ich noch die FritzBox hatte, hoffte ich, dass ich wenigstens die als WLAN-Repeater einsetzen konnte. Also habe ich sie zur Konfiguration mit der ConnectBox verbunden. Und was musste ich feststellen? Die FritzBox signalisierte direkt mittels der DSL-LED, dass sie online war, was mich überrascht hat. Ein Test am Handy zeigte auch, dass übers WLAN der FritzBox ganz normal wie bisher gesurft werden konnte. Das hat mich sehr gewundert, da das angeblich nicht gehen sollte. Da sich die Routing-Funktionalität an der ConnectBox nicht abschalten lässt, habe ich jetzt im Grunde zwei Router, aber was soll’s. Für weitere Tests habe ich auch die anderen Geräte wie meine beiden Server wieder an die LAN-Anschlüsse der FritzBox gehängt und alles lief wie gewohnt.

Eine Befürchtung war noch, dass eventuell der Zugriff von extern übers Internet auf mein NAS durch dieses Doppel-Routing nicht mehr möglich sein würde, aber auch die Befürchtung bestätigte sich nicht. Alles läuft einwandfrei!

Nachteil WLAN-Geschwindigkeit

Der einzige Vorteil, den die ConnectBox bot, war schnelleres WLAN, da sie schon die neusten Standards unterstützt. Da hatte ich also auch am Handy die vollen 200 Mbit/s. Da die FritzBox 3370 schon älter ist, ist sie langsamer, da bekomme ich übers WLAN nur 50 Mbit/s. Da war meine Fritzbox-Lösung also im Nachteil. Aber besser langsamer und stabil als schnell und nicht überall im Haus verfügbar. Und wie gesagt betrifft das auch nur das WLAN. Über LAN stehen die vollen über 200 Mbit/s zur Verfügung.

Fazit

Abschließend muss ich sagen, dass ich mit dem Umstieg bisher sehr zufrieden bin. Es gibt es also wirklich mal, dass Bestandskunden belohnt werden. 35 € für diese Bandbreite finde ich fair. Und da sich auch meine Angst bezüglich der erzwungenen Nutzung der ConnectBox nicht in allen Dingen bestätigt hat, bin ich doch ganz glücklich mit der Lösung.

2018-01-17T11:35:09+00:0017. Januar 2018|Keine Kommentare

Hinterlasse einen Kommentar

Für ein optimales Nutzererlebnis verwenden wir Cookies. Durch die weitere Nutzung der Webseite stimmst Du der Verwendung von Cookies zu. Weitere Informationen findest Du in unserer Datenschutzerklärung. Einstellungen Verstanden

Drittanbieter-Inhalte

Aktiviere die Inhalte, die Du sehen möchtest.