LED-Beleuchtung an den einzelnen Hardware-Komponenten wird immer mehr zum Standard. Nun gut, das ist vielleicht etwas übertrieben. Aber trotzdem: Immer mehr Hardware bekommt LEDs spendiert, um vor allem die „Gamer“ anzusprechen. So ist nun sogar der Boxed-Lüfter der AMD Ryzen CPUs beleuchtet. Bei mir haben das Board, die Grafikkarte und eben der CPU-Lüfter eine LED-Beleuchtung.

Schick …

Natürlich kann man jetzt sagen: Ist doch schick. Und da will ich nicht groß widersprechen. Ist immerhin Geschmacksache und wer darauf steht, dem kommt es natürlich entgegen, für die Beleuchtung nicht extra zahlen zu müssen. Es kann ja auch wirklich schick sein, wenn man sich damit auseinandersetzt und alles aufeinander abstimmt. Und dann braucht es natürlich auch ein Gehäuse mit Sichtfenster.

… aber nicht für mich

Ich für meinen Teil kann mit der LED-Beleuchtung allerdings nicht viel anfangen. Mich stört es eher, wenn der PC blinkt und leuchtet. Selbst die Festplatten-LED stört mich manchmal … 🙂 Daher hat mein Gehäuse auch kein Sichtfenster. Dann müsste ich ja auch noch darauf achten, dass die Kabel schön ordentlich verlegt sind. 😉 Nicht, dass bei mir im Gehäuse Kabelchaos herrscht, aber so viel wert lege ich darauf einfach nicht.

Software wird benötigt

Aus diesem Grund habe ich mir die Frage gestellt, ob es sich lohnt, die LED-Beleuchtung auszuschalten. Wenn man doch eh nichts davon sieht.

Das Problem: Um die Beleuchtung zu steuern, benötigt man Software. Und da ich versuche, meine Windows-Installation möglichst sauber zu halten, installiere ich nur die Sachen, die ich wirklich brauche. In meinem Fall wären es auf jeden Fall zwei Tools: Ein Tool von MSI, um die Beleuchtung des Boards und des CPU-Lüfters zu steuern. Und ein Tool für die Beleuchtung der Grafikkarte. Man könnte dann auch noch ein AMD-Tool für den Lüfter installieren. Diese Tools müssen auch immer im Hintergrund laufen. Man kann zwar die LEDs deaktivieren, aber deinstalliert man die Software wieder, ist nach einem Neustart wieder alles auf Standard und leuchtet entsprechend wieder. So war es zumindest bei meinen Tests.

Stromverbrauch

Ich würde also nur die Installation der Software in Kauf nehmen, wenn man durch die deaktivierten LEDs wirklich Strom spart. Da LEDs nun nicht viel Strom benötigen, ging ich nicht davon aus. Daher habe ich den Stromverbrauch gemessen, sowohl mit LED-Beleuchtung als auch ohne. Das Ergebnis ist wenig überraschend.

Zustand Stromverbrauch in Watt (Idle)
LEDs deaktiviert 41-42 Watt
LEDs aktiviert 43-44 Watt

Sind die LEDs der drei oben erwähnten Komponenten deaktiviert, verbraucht das ganze System 2 Watt weniger.

Fazit

Setzt man mal einen Preis von 28 Cent pro kWh für Strom und 5 Stunden Laufzeit pro Tag an, dann könnte man also ca. 1 € sparen – pro Jahr. Für mich ist das zu vernachlässigen. Diese Ersparnis rechtfertigt es für mich nicht, die benötigte Software installiert und ständig im Hintergrund laufen zu haben. Dann lasse die die LEDs lieber leuchten. Im geschlossenen Gehäuse habe ich da zwar nichts von, aber stören tut es auch nicht.