noblechairs EPIC – Kaufentscheidung

Vor ein paar Tagen habe ich über mein Weihnachtsgeschenk an meine Frau berichtet und einen kleinen Erfahrungsbericht zu der Stoneware von The Pampered Chef geschrieben. Jetzt geht es um das Geschenk meiner Frau an mich – den Gaming-Stuhl noblechairs EPIC.

Wenn meine Frau mich nach einem Weihnachtswunsch fragt, weiß ich selten eine Antwort. So war es auch diesmal. Ich habe alles, was ich brauche; und was ich nicht habe, kaufe ich mir. Da mir einfach nichts eingefallen ist, haben wir besprochen, dass ich mir einen neuen Bürostuhl kaufe, der dann quasi das Geschenk von ihr sein sollte. Mein alter Chefsessel war schon ziemlich durchgesessen und das Kunstleder blätterte schon ab. Und da eben ein Teil davon das Weihnachtsgeschenk sein sollte, durfte ich mich auch in höheren Preisregionen umschauen.

Anforderungen

Also habe ich mich schlau gelesen. Ich wollte einen sogenannten „Gaming-Stuhl“, da ich die Racing-Optik einfach mag. Und ich wollte einen vernünftigen, der nicht nach ein paar Wochen quietscht und das Leder abfällt. Außerdem war es mir wichtig, einen zu nehmen, der auch wirklich zu meiner Körpergröße von fast 2 m passt. Darauf hatte ich bisher nie geachtet und im Grunde unpassende Stühle gehabt. Und der wichtigste Punkt: Der Stuhl sollte ergonomisch sein und auf jeden Fall eine Lordosenstütze haben, sodass man auch mal eine längere Session ohne Ermüdungserscheinungen durchhält. Bei meinem bisherigen Stuhl war das nicht gegeben, ohne Stütze saß ich irgendwann leider total krumm da und merkte das auch irgendwann am Rücken. Eigentlich wollte ich auch gar kein Leder mehr, sondern einen Stoffbezug. Mit dem Kunstleder meines bisherigen Stuhls war ich sehr unzufrieden und Echtleder ist leider nicht zu bezahlen. Das Risiko der Verschmutzung bei Stoff war ich bereit einzugehen. Aber leider gibt es für meine Körpergröße offenbar keinen Stuhl in Gaming-Optik mit Stoffbezug. Nur bei den kleineren „Einstiegsmodellen“. Daher war ich leider doch gezwungen, auf Kunstleder zurückzugreifen, das aber angeblich besser und dicker sein sollte.

AkRacing & DXRacer

Bei den bekannten Herstellern wie AK Racing (ProX-Serie) oder DXRacer (King-Serie) ist man bei den Stühlen für meine Körpergröße dann direkt bei über 400 €. Ob es jetzt wirklich die ganz große Serie sein muss, oder ob nicht auch ein kleineres Modell ausreichend wäre, weiß ich natürlich nicht. Kann auch alles Marketing sein. Aber laut meiner Recherche wurde auch auf anderen Seiten empfohlen, bei meiner Größe wirklich den ProX oder eben den King zu nehmen.  Mehr als 400 € für einen Bürostuhl war mir aber dann doch zu viel. Zudem habe ich hier und da in Foren oder auch auf YouTube einige negative Dinge über die Qualität gelesen bzw. gesehen, dass ich nicht bereit gewesen wäre, so viel Geld dafür zu bezahlen.

MAXNOMIC®

Neben den beiden genannten Herstellern gibt es noch MAXNOMIC®. Laut Hersteller wäre da die Office-Comfort-Reihe für mich ideal, die je nach Modell zwischen 349 € und 399 € kosten, wobei ich wohl den Leader Black für 349 € genommen hätte. Da habe ich sogar angerufen und hatte ein sehr nettes Gespräch. Mir wurde ans Herz gelegt, wirklich auf die Angaben zu achten und einen passenden Stuhl zu kaufen, mit den kleineren Modellen würde ich mir keinen Gefallen tun in Sachen Ergonomie etc. Außerdem wäre da auch die Qualität noch etwas besser. OK, glaube ich das mal. Ich war eigentlich schon fast soweit, mir wirklich einen zu bestellen, aber auch da gab es dann Leute, die stark davon abgeraten haben, da die Stühle teilweise schnell kaputt gingen oder andere Mängel hätten. Da man aber wohl zu allen Sachen immer negative Stimmen und Meinungen finden wird, hätte ich wohl trotzdem einen bestellt, wenn ich nicht noch auf noblechairs gestoßen wäre.

noblechairs

Die Firma noblechairs wurde erst 2015 gegründet, ist also noch recht jung. Trotzdem konnte man in dieser Zeit mit dem Modell EPIC schon einige „Auszeichnungen“ gewinnen. Zahlreiche Reviews und Tests loben die Stühle und bescheinigen sehr gute Qualität und Service. Mittlerweile gibt es mit dem ICON ein zweites Modell, das noch besser sein soll, aber wegen des Gaming-Looks gefiel mir der EPIC besser. Sogar meine Frau findet ihn schön, und das ist ja auch nicht unwichtig. 🙂 Klar, die ausgerufenen 339 € sind sehr viel Geld, aber in Anbetracht der angeblich herausragenden Verarbeitung, der passenden Größe und weil er mir und meiner Frau auch optisch von allen mit am besten gefiel, habe ich mich nach einigem Überlegen dann für den noblechairs EPIC in den Farben schwarz/rot entschieden. In Deutschland sind die Stühle offiziell nur über Caseking zu bekommen, wo ich den Stuhl dann auch bestellt habe.

Billig vs. teuer

Natürlich stellt man sich bei der Suche nach einem Stuhl (wie wohl auch bei allen anderen Dingen) die Frage, ob es denn wirklich etwas so Teures sein muss oder ob es nicht auch etwas Günstiges tut. Oft ist teuer nicht gleichbedeutend mit besser. Ich habe mich da auch sehr schwer getan. 350 € für einen Stuhl? Wirklich? Andererseits ist Gesundheit unbezahlbar und wenn die billigen Stühle einen auf Dauer den Rücken kaputt machen, ist das auch nicht gerade ideal. Für einen „gesunden“ Stuhl war ich durchaus bereit, etwas mehr zu bezahlen. Zufällig habe ich dann ein Video gesehen, bei dem ein Billigstuhl und ein noblechairs auseinander genommen wurden. Was ich da gesehen habe, hat mich regelrecht geschockt! Gammeliges Holz, dünner Schaumstoff, dünnes Leder. Nein, danke. Aber seht selbst.

Nachdem ich dieses Video gesehen hatte, war mir klar: Ich kaufe jetzt einmal einen teuren Stuhl. Ob er hält, was er verspricht, ist ein anderes Thema und würde sich zeigen müssen, aber so etwas wie im Video dargestellt, wollte ich auf keinen Fall! Dann doch lieber mehr bezahlen – und sei es zum Teil auch nur für den Namen – und einen Markenstuhl kaufen.

Im nächsten Artikel werde ich dann meine Erfahrungen und einen kleinen Test zum noblechairs EPIC teilen.

2018-02-07T13:25:08+00:00 5. Februar 2018|Keine Kommentare