Huami Amazfit Bip Fitnessuhr – Test und Erfahrungsbericht

Optik

Eigentlich ist Optik eine Geschmacksache. Nicht aber in diesem Fall. Die Amazfit Bip ist schön. Punkt. Wieso ich da keinen Protest zulasse? Nun, ich wurde mehrfach gefragt, ob es eine Apple-Watch sei. Also sieht die Bip aus wie die Apple Watch. Und da alle Produkte von Apple schön sind, ist demnach auch die Bip schön. OK, Spaß beiseite. Natürlich ist und bleibt es eine Frage des Geschmacks. Mir gefällt das schlichte Design der Uhr aber sehr gut. Sie ist nicht zu groß, bietet aber doch viel Platz auf dem Display. Und auch von der Höhe bzw. Dicke ist es absolut in Ordnung. 9 mm – also fast 1 cm – hört sich nach viel an, aber da stört im Alltag nichts.

Verarbeitung & Material

Die Uhr besteht komplett aus Polycarbonat, also Kunststoff. Allerdings nicht billiges Plastik, sondern alles wirkt sehr hochwertig. Die Verarbeitung ist auf sehr hohem Niveau. Einzig der Button scheint irgendwie aus einem Metall zu sein. Der Button sitzt perfekt, hat kein Spiel, der Druckpunkt ist knackig. Die Front der Uhr besteht natürlich fast nur aus dem Display, das aus Gorilla-Glas besteht und für kratzfestigkeit sorgen soll. Einziger Kritikpunkt ist in meinem Fall das mitgelieferte Armband. Das besteht aus Silikon und ist irgendwie „angeraut“ – eine passendere Beschreibung fällt mir nicht ein. Da es also nicht komplett glatt ist, sammelt sich in den feinen Poren schnell Staub. Dadurch sieht man viele helle stellen und das Armband wirkt innerhalb kurzer Zeit nicht mehr tiefschwarz, sondern eher gräulich. Das lässt sich natürlich leicht wieder säubern, ist mir aber aufgefallen. Viel schlimmer ist aber, dass es sich wohl nicht gut mit meiner Haut verträgt. Nach ein paar Tagen hatte ich Hautausschlag am Handgelenk, sodass ich mir ein günstiges Stoffarmband besorgt habe. Das hat natürlich den Nachteil, dass es schneller schmutzig wird und leider den Schweiß aufnimmt, aber so habe ich immerhin keine gerötete Haut.

Updates

Zumindest für den Moment pflegt Huami das Produkt wirklich sehr gut. Ich weiß gar nicht, wie viele Updates ich in diesem halben Jahr installiert habe. Es gibt fast regelmäßig welche für die App und auch für die Uhr. Sogar einzelne kleine Updates für z.B. das GPS-Modul. Finde ich echt stark, wie gut sich Huami um die Amazfit Bip kümmert. Hoffentlich bleibt das noch länger so.

Inbetriebnahme

Vor Inbetriebnahme der Uhr sollte der Akku geladen werden. Dazu muss man die Uhr in das Ladedock klemmen und an ein USB-Netzteil anschließen. Das Ladedock ist natürlich proprietär und lässt sich nur für diese Uhr verwenden. Dafür muss man allerdings nicht wie bei anderen Uhren das Armband abziehen etc. Daher finde ich diese Lösung besser. Allerdings wäre es mittels Induktion natürlich noch eine Ecke smarter gewesen.
Zur Inbetriebnahme muss die Uhr mittels Bluetooth zwingend mit einem Smartphone verbunden werden, auf der die Mi Fit App installiert ist. Das Verbinden klappte reibungslos, die Uhr wurde direkt gefunden. Es wurden sofort automatisch Firmware-Updates auf der Uhr installiert. Offenbar waren es zwei Updates, da die ganze Prozedur zweimal ablief. Während dieser Zeit war die Uhr auf Chinesisch. Nachdem die Updates installiert waren – was etwa 10 min gedauert hat – war die Uhr auf Englisch und einsatzbereit. Am Gerät selbst lassen sich nur wenige Einstellungen vornehmen. Das meiste muss über die App gemacht werden.

Bedienung

Die Bedienung der Uhr ist denkbar einfach. Man entsperrt die Uhr mit dem einzelnen Knopf auf der rechten Seite und die folgende Bedienung erfolgt über das Touchdisplay. Ein Wisch nach links und man ist im ersten Menüpunkt. Mit weiteren Linkswischern kommt man zu den anderen Punkten. Mit einem Druck aufs Touchdisplay kommt man dann entsprechend in die Untermenüs, zurück kommt man per Hardwarebutton. Wischt man nach Entsperren der Uhr einmal nach rechts, kommt man direkt zum Wetter. Wischt man nach unten ist man in einer Art Statusanzeige, wo man den Akkustand sieht und ob man derzeit mit einem Handy verbunden ist. Außerdem kann man dort den „Nicht-Stören-Modus“ aktivieren und Deaktivieren. Wischt man nach unten, sieht man die letzten Benachrichtigungen.

Sprache

Die Uhr wurde ursprünglich nur für den chinesischen Markt entwickelt. Daher war chinesisch lange auch die einzige offizielle Sprache. Später kam dann die Möglichkeit, sich eine internationale sprich englische Firmware zu flashen und dann irgendwann wurde die internationale Firmware automatisch auf alle Uhren installiert, sodass die englische Sprache überall verfügbar sein sollte. Leider ist das aber Glückssache. Wie bereits oben beschrieben, war meine Uhr nach dem Einschalten chinesisch, dann nach den ersten Updates englisch. Dabei ist es aber nicht geblieben, nach weiteren Updates war die Uhr mal wieder englisch und dann mal wieder chinesisch. Aktuell ist alles englisch, nur die Beschreibungen beim Wetter sind in chinesischen Zeichen. Zumindest wenn die Uhr mit dem Handy verbunden ist. Ist die Verbindung eine Zeitlang nicht vorhanden, stellt sich die Uhr wieder auf Chinesisch. Ziemlich seltsam. Also man kann damit leben, da ich an der Uhr selbst kaum was mache außer Uhr ablesen und die Benachrichtigungen, wo die Sprache der Uhr an sich keine Rolle spielt. Aber englisch wäre halt schon schöner. Als Käufer muss man einfach bedenken, dass man ein chinesisches Produkt kauft, das offenbar (noch) nicht komplett internationalisiert wurde.

2018-08-07T11:48:56+00:002. August 2018|Keine Kommentare

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